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Bowling aus Sicht der Soziologie

Eine Recherche von Kai Brauer - Institut für Soziologie UNI Berlin.

In dieser Arbeit geht es um soziale Bindungskräfte in modernen Gesellschaften - es wird über Institutionalisiertes Bowling geschrieben.

Erstaunlich sind die überaus genauen und aktuellen Recherchen, welche uns doch manches Geheimnis auch über die Entwicklung des Bowlingsports näher bringen. Interessant dürfte der Zeitfaden ab der Gründung der ABC sein, welche im Jahre 1895 stattfand. Im Gründungsprotokoll hieß es: ABC ist bevorzugt eine Männerorganisation, jedoch Frauen könnten auch Mitglied sein.

Weiterhin gab es auch ethnische Barrieren. 1939 wurde z.B. die "National Negro Bowling Association" gegründet, da der ABC bis 1950 prinzipiell nur "weiße" Spieler zuließ.

Nach der Aufhebung der Apartheitselemente im ABC sind seit den 1950er Jahren schrittweise auch US-Bürger lateinamerikanischer und japanischer Herkunft (bzw. afroamerikanischer Abstammung) aufgenommen worden. Dies erklärte auch den rapiden Mitgliederzuwachs in den 1960er Jahren. Ab 1961 fällt über einen Zeitraum von 20 Jahren die Quote der Männer langsam ab, während die der Frauen im WIBC ständig steigt. Seit 1980 liegt die Quote der Bowlingspielerinnen nur noch knapp unter der von den Männern (1950 betrug das Verhältnis noch 1:3).

Es gab mehrere regionale und überregionale Verbände seit Grundung der ABC. Die Bowling Proprietors Association of Amerika (Bahnenbesitzer) bauten zunächst Konkurrenzligen auf und verbat ABC Spielern teilweise den Zutritt zu ihren Hallen bis der Streit vor Gericht beigelegt wurde. Die National Bowling Association und andere überregionale Verbände lösten sich mittlerweile auf.

Was gibt es denn nun für Vereinigungen in den USA:

Eine interessante Zahl über die Mitgliederentwicklung spiegelt sich gegenüber Europa wie folgt wieder:

Im Laufe der Jahrzehnte entstanden ca. 40% Mitgliederverlust bei den US Verbänden, jedoch nur ca. 10% Verlust bei allen Hobbyspielern.

Das Hauptproblem sehen die Wirtschaftsfachleute in der Vielzahl von teils unübersichtlichen und nicht nachvollziehbaren Regeln und Vorschriften. Der Mensch entzieht sich immer mehr der Reglementierung, dies sollten auch unsere Verbandsfunktionäre und Hallenbetreiber einmal überdenken. Laut Putnam 1995 gibt es in den USA ca. 80 Millionen Leute, die ein- oder mehrmals Bowling betreiben, dies erscheint uns allerdings sehr hoch gegriffen, doch scheuen die meisten heute die Zugangsbedingungen mit seinem umfangreichen Regelwerk und der oft übertriebenen Bürokratie.

Wir denken: eine Studie die für manchen nicht nur eine Information ist, sondern einen kleinen Einblick über die Entwicklung unseres Sports gibt.

Übrigens:

Die gesamte Studie umfasst 11 Seiten und kann komplett bei uns gegen Einsendung von 2.-Euro (Porto/Versand) angefordert werden.

Anschrift des Verfassers:
Kai Brauer
Institut für Soziologie
Freie Universität Berlin Garystr.55
14195 Berlin

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Von ABC zu USBC Bowling

Die ABC wurde im Jahre 1895 in New York gegründet. Die WIBC wurde von damals 40 Frauen im Jahre 1916 ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich entstanden noch die selbstständigen Verbände für College Bowling (CBUSA), und die Organisation des High School Bowlings welches in 20 US Staaten existiert. Die Organisation High School Bowling hat eigene Trainingsprogramme mit erfolgreichen Trainern.

Die USBC (American Sport Bowling Congress) entstand am 1. Januar 2005 aus einer Fusion von ABC, WIBC, Yaba und USA Bowling. Derzeit hat der Verband ca. 2,6 Millionen Mitglieger.

Präsident: Jeff Bojé
Vize Präsident: Darlene Baker
Direktoren: Tamoria Adams, Lynda Barnes und 19 weitere

 
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