Mentales Training
Das mentale Training dient dazu, die "realistischen" Leistungsmöglichkeiten zu entfalten.
Was versteht man unter mentalem Training?
Unter mentalem Training versteht man das Erlernen oder Verbessern eines Bewegungsablaufes durch intensives Vorstellen ohne gleichzeitiges tatsächliches Üben.
Das mentale Training steht auf der gleichen Stufe wie das praktische Training und teilt sich in sogenannte mentale Übungsweisen auf.
Drei Möglichkeiten des mentalen Trainings:
Subvokales Training:
Diese Trainingsform besteht darin, sich den zu trainierenden Bewegungsablauf per Selbstgespräch vor zusagen.
Verdecktes Wahrnehmungstraining:
Beim verdecktem Wahrnehmungstraining betrachtet man vor seinem "geistigen Auge" einen Film über einen Bewegungsablauf, den man selbst ausführt. Stark vereinfacht könnte man sagen, dass man sich ein Videoband über die eigene Bewegung vorstellt. Man nimmt also hier die Beobachterrolle ein. D.h. man sieht sich selbst aus der Außenperspektive.
Ideomotorisches Training:
Im Gegensatz zum verdeckten Wahrnehmungstraining vergegenwärtigt man sich beim ideomotorischem Training intensiv die Innenperspektive einer Bewegung: Man versucht sich selbst in die Bewegung hinein zu versetzen und die inneren Prozesse, die bei der Ausführung dieser Bewegung ablaufen, nach zu empfinden (z.B. das spüren des Drucks im Slidefuß bei der Ballabgabe oder das Fühlen des Fingerzugs bei der Ballabgabe).
Vor allem für Bowler, die anfangs noch Schwierigkeiten haben, sich in die Innenperspektive zu begeben und noch wenig Erfahrung mit mentalem Training haben, kann es zunächst eine Hilfe sein, über das subkonvale Training einzusteigen und dann erst später das verdeckte Wahrnehmungstraining zu praktizieren. Letztendlich muss jedoch die ideomotorische Perspektive angestrebt werden.
18.05.2004, von Werner Gessner
#Mentales Spiel #Sportpsychologie